Parodontose

Parodontose

Parodontose

Von der Zahnfleischentzündung zur Parodontitis

Unter einer Parodontitis versteht man die entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates. Im fortgeschrittenen Stadium geht die Parodontitis mit Knochenabbau einher: Zahnlockerungen sind die Folge.

Die übliche Parodontitis beginnt etwa im Alter von 35 bis 40 Jahren. Sie ist von Fall zu Fall , aber auch innerhalb eines Gebisses unterschiedlich ausgeprägt. 70 Prozent der über 40 – jährigen sind von ihr betroffen.

Der gesunde Zahnhalteapparat:

Der Knochen reicht bis an die Schmelz-Zement Grenze des Zahnes und gibt der Wurzel einen festen Halt. Das Zahnfleisch ist entzündungsfrei und blutet bei Berührung (z.B. Zähneputzen) nicht.

1. Stadium: Gingivitis

Unter Gingivitis wird die Entzündung des Zahnfleisches verstanden. In der Regel wird diese durch Ablagerungen von Bakterien an der Zahnoberfläche verursacht. Eine Rötung des Zahnfleisches ist die Folge, da der Blutstrom zur Bekämpfung der Entzündung anschwillt. Das Zahnfleisch blutet beim Zähneputzen.

2. Stadium: beginnende Parodontitis

Wenn die Zahnfleischentzündung fortschreitet können Bakterien schließlich den Knochen erreichen und diesen abbauen. Blutung und Rötung des Zahnfleisches halten an. Die beginnende Parodontitis tut nicht weh und wird daher vom Patientin in der Regel nicht bemerkt. Der Zahnarzt erkennt den Knochenabbau jedoch im Röntgenbild.

3. Stadium: fortgeschrittene Parodontitis

Wird die Parodontitis nicht gestoppt, geht der Knochenabbau unvermindert weiter, bis der Zahn schließlich wackelt.

Woran erkenne ich Gingivitis und Parodontitis?

Gesundes Zahnfleisch ist hellrosa, füllt die Zwischenräume zwischen den Zähnen völlig aus und blutet bei Berührung nicht. Bei einer Gingivitis ist das Zahnfleisch gerötet, geschwollen und blutet leicht. Wird die Entzündung nicht gestoppt, entwickelt sie sich zu einer Parodontitis, die sich neben gelegentlich blutendem Zahnfleisch durch folgende Symptome bemerkbar machen kann:

  • Mundgeruch
  • Änderung der Zahnstellung
  • Länger werdende und gelockerte Zähne (im weit fortgeschrittenen Stadium)
  • Gelegentlich dumpfe Druckschmerzen.

Wichtig: Eine Parodontitis kann sich auch ohne für Betroffene wahrnehmbare Zeichen entwickeln.

Parodontitis und Allgemeingesundheit

Die Parodontitis ist bei Erwachsenen nicht nur die häufigste Ursache für Zahnverlust mit all seinen Konsequenzen.

Aktuelle Untersuchungen zeigen zudem, dass eine unbehandelte Parodontitis das Risiko für Herzerkrankungen, Fettstoffwechselstörungen und Diabetes erhöhen kann. Mehr noch, in der Schwangerschaft können sogar Frühgeburt und niedriges Geburtsgewicht mit einer Parodontitis zusammenhängen.

Aber auch umgekehrt können Allgemeinerkrankungen wie z. B. Diabetes Einfluss auf das Voranschreiten und das Ausmaß einer Parodontitis haben.

Behandlung der Parodontitis:

Durch zahnärztliches Eingreifen kann die Parodontitis gestoppt werden! Verlorenen Knochen kann normalerweise jedoch nicht wiedergewonnen werden. Das Prinzip der Parodontitisbehandlung besteht in der Beseitigung der Bakterienbeherbergenden Beläge an der Wurzeloberfläche. Die geschieht mit speziellen Instrumenten unter lokaler Betäubung.

Die Folge ist die Gesundung des Zahnhalteapparates und die Verkleinerung der Zahnfleischtasche.

Zunächst wird die Höhe des Knochenabbaus und die Tiefe der Zahnfleischtasche mit einem Messinstrument ermittelt. Die Tiefe der Zahnfleischtasche entscheidet über das Vorgehen bei der Parodontitisbehandlung.

Die Parodontitisbehandlung wird als sogenannte Curettage bezeichnet. Mit speziellen Instrumenten werden die Beläge und das entzündete Gewebe in der Zahnfleischtasche entfernt.

Nach abgeschlossener Parodontitisbehandlung heilt das Zahnfleisch ab: Die Zahnfleischtasche verkleinert sich. Die Blutung und Rötung verschwinden. Verlorenes Gewebe (Knochen und Zahnfleisch) kann leider nicht wiedergewonnen werden. Das weitere Fortschreiten der Erkrankung ist jedoch gestoppt.

Patienteninformation zum Coronavirus (SARS-CoV-2)

Bevor Sie eintreten … … fühlen Sie sich erkältet? Haben Sie Atemnot, Husten, Halsschmerzen und Fieber? Waren Sie … ... in den letzten 2 Wochen in einem Coronavirus- Gebiet? Wenn ja, … ... gehen Sie bitte wieder nach Hause und rufen Sie unverzüglich Ihren Hausarzt an!

Weiter Lesen